Psychotherapie
Wann ist es Zeit, sich begleiten zu lassen?
Es gibt Zeiten im Leben, in denen wir mit unseren eigenen Möglichkeiten gut zurechtkommen. Wir sprechen mit Menschen, die uns nahestehen, denken über eine Situation nach, probieren etwas Neues aus – und stellen irgendwann fest, dass sich etwas wieder sortiert hat.
Und dann gibt es Zeiten, in denen das nicht mehr gelingt.
Vielleicht drehen sich die Gedanken immer wieder um dieselben Fragen. Vielleicht reagieren Sie in bestimmten Situationen auf eine Weise, die Sie selbst nicht verstehen. Oder Sie wissen längst, was Ihnen eigentlich guttun würde, und schaffen es trotzdem nicht, etwas zu verändern.
In solchen Situationen kann Psychotherapie zunächst etwas sehr Einfaches anbieten: einen Menschen von außen, der gemeinsam mit Ihnen versucht, wieder Orientierung zu finden.
Ich verstehe mich dabei nicht als jemand, der besser weiß, wie Ihr Leben aussehen sollte. Eher als eine Begleiterin, die ein Stück des Weges mit Ihnen geht, Zusammenhänge erkennt, Fragen stellt, manchmal eine Richtung vorschlägt und Ihnen dabei hilft, Ihren eigenen inneren Kompass wieder deutlicher wahrzunehmen.
Verstehen, was geschehen ist.
Erkennen, was heute noch wirkt.
Und ausprobieren, was sich verändern lässt.
Was Psychotherapie für mich bedeutet
Ich arbeite seit vielen Jahren psychotherapeutisch und mag an diesem Beruf bis heute etwas sehr Grundsätzliches: Menschen ein Stück ihres Weges begleiten zu dürfen und mitzuerleben, wie aus etwas, das zunächst verwirrend, belastend oder kaum veränderbar erscheint, allmählich mehr Klarheit entsteht.
Dabei geht es in einer Psychotherapie nicht immer um die großen Erkenntnisse. Manchmal verändert sich etwas, weil ein Mensch zum ersten Mal versteht, warum er in bestimmten Situationen so reagiert. Manchmal geht es darum, eine alte Erfahrung in einem anderen Licht betrachten zu können. Und manchmal besteht der entscheidende Schritt darin, etwas sehr Konkretes anders zu machen als bisher.
Ich mag diese Verbindung: das Nachdenken und Verstehen auf der einen Seite und das tatsächliche Leben auf der anderen.
Psychotherapie bedeutet für mich deshalb nicht, unangenehme Gefühle möglichst schnell zum Verschwinden zu bringen. Sie bietet einen geschützten Rahmen, in dem wir gemeinsam verstehen können, was in Ihnen geschieht, welche Erfahrungen und Bedingungen dazu beigetragen haben und was Sie heute vielleicht verändern können.
Dabei sehe ich nicht nur eine Diagnose oder ein Problem, das beseitigt werden soll. Mich interessiert der Mensch, der damit lebt – mit seiner Geschichte, seinen Beziehungen, seinen Stärken, seinen Verletzungen, seinen Widersprüchen und seiner ganz eigenen Art, die Welt wahrzunehmen.
Verhaltenstherapie
Warum Verhaltenstherapie?
Die Verhaltenstherapie bietet dafür ein gutes Handwerkszeug. Sie interessiert sich nicht nur dafür, warum etwas entstanden ist, sondern auch dafür, was heute dazu beiträgt, dass es bestehen bleibt – und wo Veränderung möglich wird.
Wir können sehr genau wissen, warum wir keine Grenzen setzen, weshalb uns bestimmte Situationen Angst machen oder woher das Gefühl kommt, nicht gut genug zu sein – und uns am nächsten Tag trotzdem wieder genauso verhalten wie zuvor.
Deshalb gehört für mich zum Verstehen immer auch das Ausprobieren: neue Erfahrungen machen, vertraute Reaktionen hinterfragen, etwas anders tun als bisher und beobachten, was dadurch geschieht.
Denn die schönsten Einsichten verändern unser Leben erst dann, wenn sie im Alltag gelebt werden.
Genau darin liegt für mich eine große Stärke der Verhaltenstherapie. Sie bietet konkrete und wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten, Veränderung nicht nur zu verstehen, sondern Schritt für Schritt erfahrbar zu machen.
Gleichzeitig ist die Verhaltenstherapie für mich eine therapeutische Methode und kein vollständiges Menschenbild. Mich interessieren auch Fragen, auf die Psychotherapie und psychologische Forschung nicht immer eine abschließende Antwort geben können – etwa nach Identität, Sinn, Bewusstsein oder Spiritualität.
Solche Themen dürfen in meiner Praxis einen Platz haben, wenn sie für Sie und Ihr Erleben eine Rolle spielen. Sie müssen es aber nicht. Meine persönlichen Überzeugungen sind nicht der Maßstab für Ihre Therapie.
Orientierung
Wann kann Psychotherapie sinnvoll sein?
Nicht jede schwierige Lebensphase und nicht jedes unangenehme Gefühl ist eine psychische Erkrankung. Vieles gehört zum Leben und lässt sich mit eigenen Möglichkeiten, Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld oder manchmal einfach mit etwas Zeit bewältigen.
Eine Psychotherapie kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen, deutlich belasten oder beginnen, das eigene Leben einzuschränken.
Ob hinter Ihren Beschwerden eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung steht und ob Psychotherapie die passende Unterstützung ist, müssen Sie vor einem ersten Gespräch nicht selbst beurteilen können. Genau das können wir gemeinsam klären.
Psychotherapie oder persönliche Weiterentwicklung?
Nicht jede schwierige Lebensphase, jede persönliche Frage oder der Wunsch nach Veränderung ist eine psychische Erkrankung. Und nicht jedes Thema, über das es sich lohnt zu sprechen, braucht eine Psychotherapie.
Psychotherapie
Psychotherapie ist eine Heilbehandlung. Sie dient der Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen. Damit ich Sie psychotherapeutisch behandeln kann, muss deshalb eine entsprechende Diagnose vorliegen beziehungsweise im Rahmen der ersten Gespräche festgestellt werden.
Wenn Sie beispielsweise unter Ängsten, depressiven Beschwerden oder anderen psychischen Symptomen leiden, die Sie deutlich belasten oder in Ihrem Leben einschränken, kann eine Psychotherapie der richtige Rahmen sein.
Persönliche Weiterentwicklung
Persönliche Weiterentwicklung beginnt für mich dort, wo nicht die Behandlung einer psychischen Erkrankung im Vordergrund steht.
Vielleicht stehen Sie vor einer Entscheidung, möchten bestimmte Muster oder Beziehungen besser verstehen, sich neu orientieren oder sich mit Fragen nach Sinn, Identität, Spiritualität oder außergewöhnlichen Erfahrungen beschäftigen.
Dafür braucht es nicht automatisch eine Diagnose – und daraus muss auch kein längerfristiger therapeutischer Prozess entstehen.
Zur persönlichen Weiterentwicklung →Und wenn ich selbst nicht weiß, was zu mir passt?
Das müssen Sie vor der Kontaktaufnahme nicht entscheiden können. Manchmal wird erst im Gespräch deutlich, ob hinter einem Anliegen eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung steht, ob eine andere Form der Unterstützung hilfreicher wäre oder ob vielleicht überhaupt keine professionelle Begleitung notwendig ist.
Im ersten Gespräch schauen wir deshalb gemeinsam darauf, was Sie zu mir führt – und welcher Rahmen dafür passend ist.
Ablauf
So beginnt eine Psychotherapie bei mir
Eine Psychotherapie beginnt nicht mit der Entscheidung für eine lange Behandlung. Zunächst lernen wir uns kennen, klären Ihr Anliegen und schauen gemeinsam, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist – und ob wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen können.
Sie nehmen Kontakt auf
Am einfachsten schreiben Sie mir eine E-Mail. Einige kurze Sätze dazu, weshalb Sie sich psychotherapeutische Unterstützung wünschen, genügen zunächst. Ich melde mich zurück und schicke Ihnen mögliche Termine für ein erstes Gespräch. Dieses kann in meiner Praxis oder – wenn es für Ihre Situation geeignet ist – per Video stattfinden.
Wir lernen uns kennen
Das erste Gespräch ist eine psychotherapeutische Sprechstunde von 50 Minuten. Sie haben zunächst Zeit zu erzählen, was Sie zu mir führt, was Sie im Moment belastet und was Sie sich von einer Psychotherapie wünschen. Anschließend stelle ich einige Fragen zu Ihrer aktuellen Situation und Vorgeschichte und gebe Ihnen eine erste Einschätzung.
Manchmal zeigt sich dabei auch, dass eine andere Unterstützung geeigneter wäre. Auch dieses erste Gespräch ist bereits eine psychotherapeutische Leistung und wird von mir in Rechnung gestellt. Sie können es selbstverständlich auch vollständig selbst bezahlen.
Wir nehmen uns Zeit für die Entscheidung
Wenn eine Psychotherapie sinnvoll erscheint und wir beide uns eine Zusammenarbeit vorstellen können, folgt gegebenenfalls eine weitere Sprechstunde und anschließend die probatorische Phase. In normalerweise zwei bis fünf Sitzungen nehmen wir uns mehr Zeit für Ihre Geschichte, Diagnostik, die Entstehung und Aufrechterhaltung Ihrer Beschwerden sowie mögliche Behandlungsziele.
Genauso wichtig ist: Fühlen Sie sich mit mir wohl genug, um offen sprechen zu können? Und haben wir beide den Eindruck, dass wir miteinander arbeiten können? Erst danach entscheiden wir über die eigentliche Therapie.
Die Kurzzeittherapie beginnt
Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, beginnt zunächst eine Kurzzeittherapie mit bis zu 24 Sitzungen à 50 Minuten. In der Regel sehen wir uns einmal pro Woche; je nach Lebenssituation und Behandlungsphase können Termine auch individuell vereinbart werden.
Wir schauen im Verlauf immer wieder gemeinsam darauf, was sich verändert, welche Ziele noch wichtig sind und was Sie zunehmend wieder ohne therapeutische Unterstützung bewältigen können.
Wenn 24 Sitzungen nicht ausreichen
Manche Behandlungen können innerhalb einer Kurzzeittherapie gut abgeschlossen werden. Wenn mehr Zeit notwendig ist, besprechen wir das rechtzeitig miteinander. Eine Fortführung kann – abhängig von Ihrem Kostenträger – beantragt werden. Mögliche Eigenanteile werden vor Beginn einer weiterführenden Behandlung transparent besprochen.
Videotherapie
Psychotherapie per Video
Psychotherapie muss nicht immer im selben Raum stattfinden. Viele Gespräche lassen sich sehr gut per Video führen. Das kann besonders hilfreich sein, wenn Sie weiter entfernt wohnen, beruflich oder familiär wenig flexibel sind oder sich Anfahrtswege sparen möchten.
Auch eine längerfristige Psychotherapie kann – wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind – überwiegend per Video stattfinden.
Für mich entscheidet dabei jedoch nicht die Bequemlichkeit, sondern die Frage, ob eine Behandlung auf Distanz in Ihrer persönlichen Situation fachlich sinnvoll und ausreichend sicher ist.
In meiner Praxis kann ich unmittelbarer wahrnehmen, wie es Ihnen körperlich und psychisch geht, und im Notfall direkt reagieren. Bei einer Videobehandlung ist das nur eingeschränkt möglich. Deshalb eignet sie sich insbesondere dann, wenn Ihre psychische Situation ausreichend stabil ist und keine akute Gefährdung oder Erkrankungssituation besteht, die eine Behandlung in räumlicher Nähe erforderlich macht.
Ob Videotherapie für Sie geeignet ist, klären wir deshalb zu Beginn gemeinsam. Auch im Verlauf kann es Situationen geben, in denen ich Ihnen empfehle, für einzelne Gespräche in die Praxis zu kommen oder vorübergehend eine andere Form der Behandlung in Anspruch zu nehmen.
Wie läuft eine Videositzung ab?
Inhaltlich unterscheidet sie sich kaum von einem Gespräch in meiner Praxis. Sie benötigen ein Gerät mit Kamera und Mikrofon, eine stabile Internetverbindung und vor allem einen ungestörten, geschützten Raum, in dem Sie frei sprechen können. Vor Beginn erhalten Sie von mir die notwendigen Informationen und Einwilligungsunterlagen.
Ob in meiner Praxis oder am Bildschirm: Entscheidend ist nicht der Ort des Gesprächs, sondern ob dort ein sicherer therapeutischer Raum entstehen kann.
Kosten und Kostenerstattung
Transparent vor Beginn der Behandlung
Mir ist wichtig, dass Sie bereits vor Beginn einer Behandlung wissen, welche Kosten auf Sie zukommen können. Die Abrechnung meiner psychotherapeutischen Leistungen erfolgt auf Grundlage der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) beziehungsweise der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und der aktuellen gemeinsamen Abrechnungsempfehlungen für privatpsychotherapeutische Leistungen.
Psychotherapeutische Sprechstunde
50 Minuten · 134,06 €
Das erste Gespräch ist bereits eine psychotherapeutische Leistung und wird von mir in Rechnung gestellt. Die psychotherapeutische Sprechstunde wird in Einheiten von mindestens 25 Minuten abgerechnet; für ein 50-minütiges Erstgespräch werden zwei Einheiten berechnet.
Probatorische Sitzungen
Verhaltenstherapeutische Sitzung · 50 Minuten · 100,55 €
Die probatorischen Sitzungen dienen der weiteren diagnostischen Abklärung, der Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses Ihrer Beschwerden und der Behandlungsplanung. Je nach diagnostischer Fragestellung können weitere Leistungen hinzukommen, beispielsweise die Erhebung des aktuellen psychischen Befundes, eine ausführliche biografische Anamnese oder psychologische Testdiagnostik. Diese werden nur berechnet, wenn sie tatsächlich erbracht und medizinisch erforderlich sind.
Bei Beihilfeberechtigten sind bis zu fünf probatorische Sitzungen beihilfefähig und werden nicht vom Kontingent einer anschließenden Kurz- oder Langzeittherapie abgezogen. Bei privaten Krankenversicherungen richtet sich die Erstattung nach Ihrem individuellen Tarif.
Kurzzeittherapie
50 Minuten · 134,06 €
Eine Kurzzeittherapie umfasst zunächst bis zu 24 Sitzungen à 50 Minuten. Auch während der Therapie können weitere diagnostische Leistungen medizinisch erforderlich sein. Ob eine solche zusätzliche Leistung berechnet wird, richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit und der tatsächlich erbrachten Leistung.
Wenn eine längere Behandlung notwendig wird
50 Minuten · 130 €
Wenn sich im Verlauf zeigt, dass 24 Sitzungen nicht ausreichen, können wir eine längerfristige Behandlung planen und – soweit erforderlich – bei Ihrem Kostenträger beantragen. Da die erstattungsfähige Vergütung unter meinem Honorar liegen kann, entsteht möglicherweise ein Eigenanteil. Eine solche Differenz besprechen wir vor Beginn der weiterführenden Behandlung und regeln sie transparent in einer Honorarvereinbarung.
Private Krankenversicherung und Beihilfe
Wenn Sie privat krankenversichert und/oder beihilfeberechtigt sind, können Sie meine Rechnungen bei Ihrem Kostenträger zur Erstattung einreichen. Welche Leistungen übernommen werden und in welcher Höhe eine Erstattung erfolgt, hängt von Ihrem persönlichen Versicherungsvertrag beziehungsweise den für Sie geltenden Beihilfevorschriften ab.
Bitte erkundigen Sie sich deshalb möglichst vor Beginn einer Behandlung bei Ihrer Versicherung und gegebenenfalls Ihrer Beihilfestelle nach den für Sie geltenden Bedingungen.
Selbstzahler
Sie können eine Psychotherapie bei mir selbstverständlich auch vollständig selbst bezahlen. Eine private Krankenversicherung oder Beihilfeberechtigung ist keine Voraussetzung für eine Behandlung.
Ob Sie privatversichert, beihilfeberechtigt oder Selbstzahler sind, verändert nichts an meiner therapeutischen Arbeit mit Ihnen.
Wenn Sie Kontakt aufnehmen möchten
Wenn Sie nach dem Lesen den Eindruck haben, dass eine Psychotherapie bei mir für Sie infrage kommen könnte, können Sie mir gerne eine E-Mail schreiben.
Sie müssen darin Ihre Geschichte noch nicht ausführlich erzählen. Einige kurze Sätze dazu, was Sie im Moment beschäftigt und weshalb Sie über eine Psychotherapie nachdenken, genügen zunächst.
Ich melde mich bei Ihnen zurück und schicke Ihnen mögliche Termine für ein erstes Gespräch. Alles Weitere können wir dann in Ruhe miteinander besprechen.
Und wenn Sie noch nicht sicher sind, ob Psychotherapie überhaupt der richtige Rahmen für Ihr Anliegen ist, dürfen Sie sich ebenfalls melden. Das können wir gemeinsam klären.
Ich freue mich, wenn ich Sie kennenlernen und ein Stück auf Ihrem Lebensweg begleiten kann.
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